| Die Stadt Hauzenberg im
Regierungsbezirk Niederbayern gehörte dem Erzherzog Ferdinand von
Toskana.
Seit den Friedensverträgen von Brünn
und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern.
Die ehemalige Stadt des Hochstiftes
Passau (die weitgehende Eigenrechte genoss) wurde 1803 mit dem größten
Teil des hstfts. Gebietes zugunsten Ferdinands von Toskana säkularisiert
und fiel erst 1805 an Bayern.
Gründung
von Hauzenberg:
Nach
einer Legende haben sich 3 Reuter auf dem Weg von Oberneureuth nach
Kellberg im dichten unwegsamen Walde verirrt. Hier auf dieser Anhöhe
ließen sie sich verzweifelt zur Rast nieder.
Da
trug ihnen der Wind den Klang der Kellberger Glocke zu, der ihnen die
Richtung wies. An der Stelle, an der sie gerastet hatten, errichteten sie
eine Kapelle.
Um diese siedelten sich bald Menschen an und nannten den Ort Hauzenberg.
Bis 1900 war diese Kapelle Eigentum der Gemeinde Oberneureuth.
Hauzenberg, staatlich anerkannter
Luftkurort liegt auf einer Seehöhe von ca. 550 Meter am Fuße des
Staffelberges (793m). In der Nähe befindet sich der Freudensee und dessen
Burg, die Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut worden ist und als das
älteste Steindenkmal in Hauzenberg bekannt ist. Der Freudensee ist das
größte Gewässer im Hauzenberger Bergland und wird gespeist vom
Neustifter Bach.
Im Pfarrverband wohnen insgesamt 12.500
Katholiken.
Hauzenberg ist ein Pfarrverband, der sich aus den Pfarrgemeinden
Hauzenberg (St. Vitus), Haag (St. Nikolaus) und
Germannsdorf (Christkönig)
zusammensetzt. An die Pfarrei Hauzenberg sind die Filialkirchen Krinning
(St. Gunther), Oberdiendorf (St. Simon)
und Wolkar ("Zum guten
Hirten") angeschlossen.
1429 wird Hauzenberg eine selbständige
Pfarrei. 1851 wurde die erste größere Kirche gebaut und 1972 wurde die
alte Kirche durch eine moderne ersetzt. Somit ist sie mit rund 800
Sitzplätzen ein relativ großes Gotteshaus. An sie angeschlossen ist das
Presbyterium der Vorgängerkirche. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert und
dient als Werktagskapelle. In dieser befindet sich ein gotischer
Flügelaltar von ca. 1490, aus der Schloßkapelle Freudensee. Die Kirche
hat eine Grundfläche von 30 x 30 Metern, einen 53 Meter hohen Turm.
Interessant ist der Kronleuchter mit 526 Lampen über dem Hauptaltar.
Aus dem Jahre 1667 stammt der barocke
Marienbrunnen, der sich in der Fußgängerzone befindet.
Im Pausenhof der Hauptschule findet man
die Säule des Königs, von der 1844 König Ludwig I. von Bayern für den
Bau der Befreiungshalle in Kelheim 18 solcher Steinsäulen in Hauzenberg
brechen ließ, sowie zahlreiche Pestsäulen und Kapellen.
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